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Wolfgang Burgard, Geschäftsführer des Bundes Getränkeverpackungen der Zukunft (BGVZ) ENTWICKLUNG

Wie sieht die Getränkeverpackung der Zukunft aus?

Interview mit Wolfgang Burgard, Geschäftsführer des Bundes Getränkeverpackungen der Zukunft (BGVZ)

Wie sieht die Getränkeverpackung der Zukunft aus?

Es wird nicht um die Frage Einweg oder Mehrweg gehen, sondern um die Frage Glas, PET oder Dose. Die Verbraucher haben sehr unterschiedliche Präferenzen. Beim Bier wählen 82 Prozent Glasflaschen, während sich bei Energy Drinks 100 Prozent für die Dose entscheiden. 

Mehrweg oder Einweg – das spielt also keine Rolle?

Der entscheidende Faktor ist: Wie effizient ist welches System? Unterwegs und zu Hause hat Einweg mit Pfand Vorteile, weil man sie einfach und bequem zurückgeben kann. In der Gastronomie und im gewerblichen Bereich spricht einiges für die Mehrwegflasche, die man in einem Kasten sortieren kann. Die Einweg-Lösung ist für den Verbraucher allerdings preiswerter, da das Logistik-System einheitlich und standardisiert aufgebaut ist.

Die Politik favorisiert aber das Mehrwegsystem.

Diese Einstellung beruht auf der früheren Schwarz-Weiß-Malerei, nach der Einweg schlecht und Mehrweg gut ist. Das hat mit den heutigen Fakten nichts mehr zu tun. Wir sind weg von der früheren Wegwerfgesellschaft, das Einwegsystem hat sich in den letzten zehn Jahren zu einem effizienten Kreislaufsystem entwickelt. Heute werden 98,5 Prozent der Einwegflaschen und –dosen zurückgegeben. Wir brauchen daher eine neue Ökobilanz, die diese Fakten berücksichtigt.

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Journalist

Armin Fuhrer

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